Skulptur

Es folgen einige der bedeutendsten Skulpturen der Basilika Ss. Giovanni e Paolo.

Das Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni

Die Serenissima entschied, das Denkmal vor der Scuola di S. Marco zu errichten. Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der Florentiner Andrea del Cione, genannt Verrocchio (+ 1488 in Venedig), der Lehrer des großen Leonardo, für sich entscheiden konnte.
1481 traf Verrocchio in Venedig und brachte ein lebendes Pferd mit. Der Tod überraschte ich vor dem Guss seines Meisterwerkes. Obwohl er als seinen Nachfolger für die Vollendung des Werkes seinen Landsmann Lorenzo di Credi vorgesehen hatte, zog die Republik Alessandro Leopardi vor. Das Modell ist auf jeden Fall von Verrocchio, mit kleinen Ergänzungen durch Leopardi. Von Leopardi allein ist der Sockel. Das bewundernswerte Werk wurde am 21. März 1496 eingeweiht, glänzend mit der Vergoldung, die heute nur noch in kleinen Spuren erhalten ist.

Grabmal des Dogen Leonardo Loredan
Das Grabmal des Dogen Leonardo Loredan (+ 1521) wurde gegen 1572 errichtet. Die Architektur stammt von Girolamo Grapiglia, die Statue des Dogen von Girolamo Campagna, die Allegorien Venedigs (links), der Liga von Cambrai (rechts), der Fülle und des Friedens (in den Interkolumnien) und die Reliefs sind Werke Danese Cattaenos, eines Schülers Sansovinos.

Denkmal des Dogen Tommaso Mocenigo (+ 1423)

Das Werk, das die geglückte Verbreitung des Stils Donatellos bezeugt (man beachte die Ähnlichkeit des Kämpfers an der linken Ecke des Sarkophags zu Donatellos hl. Georg), ist 1423 datiert und signiert vom Florentiner Pietro di Maestro Nicolò Lamberti und Giovanni di Martino da Fiesole. Ein elegantes Übergangswerk, das gotische und rinascimentale Elemente mit venezianischen Elementen toskanischer Kunst verbindet. Typisch ist der nach oben gestreckte Baldachin, der von zwei aufgerichteten Löwen flankiert wird. Das architektonische Gesamt mit den sechs Heiligenfiguren erinnert an Altarbilder. Auf dem Prospekt des Schreines die theologischen Tugenden und die Kardinaltugenden, im Scheitelpunkt die Gerechtigkeit. Der Doge wurde unter dem Stein zu Füße des Grabmals beigesetzt, gemeinsam mit seinem Vater Pietro, dem Prokurator von S. Marco.

Mausoleum der Mocenigo

Die Innenfassade wird vom Mausoleum der Mocenigo eingenommen. In der Mitte befindet sich das Denkmal Alvise I. Mocenigo (+ 1577) und seiner Gattin Loredana Marcello. Sechs kannelierte Pilaster korinthischer Ordnung teilen den Raum in fünf Bereiche. Im Mittelteil, im Scheitelpunkt des Torbogens, ist das Familienwappen sichtbar. In den zwei unteren, äußeren Feldern stehen zwei Statuen: der hl. Petrus und der hl. Georg, ursprünglich gehörten sie zum Denkmal Pietro Mocenigos.
In den beiden Innenfeldern werden zwei Fenster von Flachreliefs überragt, die den betenden Dogen bzw. eine Audienz des Dogen darstellen. Beide werden Girolamo Campagna (Ende 16. Jahrhundert) zugeschrieben. In den Paneelen des oberen Registers befindet sich links, auf einer Bahre aus grauem Marmor liegend, der Doge. Rechts das Bild der Dogaressa. Zwichen den beiden Sarkophagen die Statuen der Jungfrau, der Erlösers und des hl. Markus. Das klassische Elemente aufgreifende Werk aus istrischem Stein wurde 1580 von Girolamo Grapiglia begonnen und 1646 von Francesco Contin vollendet.

Skulptur ultima modifica: 2017-10-27T16:14:52+00:00 da Angelo Preda