Kapelle der Rosenkranzmadonna

Das klassische Eingangsportal befindet sich unter Grabmal Antonio Veniers. Die Kapelle wurde 1582 von der Scuola del Rosario in Auftrag gegeben und nach Plänen von Alessandro Vittoria ausgeführt. Ursprünglich befand sich hier eine kleine Dominikuskapelle. Die neu errichtete Kapelle wurde der siegreichen Schlacht von Lepanto (7. Oktober 1571, Fest der hl. Jungfrau vom Rosenkranz) geweiht. Es handelt sich um ein wahres Schmuckstück, einer Schatzkiste mit zahlreichen Meisterwerken gleich.

In der Nach vom 15. auf den 16. August 1867 zerstörte ein Feuer die Kapelle, welches die komplette, aus vergoldetem Holz bestehende Decke mit Gemälden Jacopo Tintotrettos (Rosenkranzmadonna), Palmas il Giovane, Leonardo Coronas und 34 kleineren Bildern der Maler Francesco Bassano, Domenico Tintorettos Giovanni Soens und anderer vernichtete. Die damals zur Restaurierung hier aufbewahrten Gemälde Tizians (hl. Petrus) und Giovanni Bellinis (Maria und Heilige) gingen ebenso verloren. Am 4. Oktober 1959 wurde die restaurierte Kapelle feierlich wiedereröffnet. Der Altarraum der Kapelle wird durch eine Kommunionbank vom Rest des Saalbaus abgetrennt. Die Decke des Hauptraums wurde 1932 von Carlo Lorenzetti vollendet und durch drei Meisterwerke Paolo Veroneses (1527-1588) ergänzt: die Anbetung der Hirten, die Aufnahme Mariens in den Himmel und die Verkündigung Jesu. Diese Bilder befanden sich ursprünglich in der aufgelösten Kirche der „Umiltà“ auf den Zattere. Von dort gelangten sie 1838 nach Wien und wurden der Stadt Venedig 1919 zurückgegeben. Im Juni 1925 wurden sie schließlich hierher gebracht.

Kapelle der Rosenkranzmadonna ultima modifica: 2017-10-26T15:50:36+00:00 da Angelo Preda