Linkes Seitenschiff

Beim Ausgang der Rosenkranzkapelle

Beim Ausgang der Rosenkranzkapelle, an der Ecke zum Querhaus, befindet sich ein Marmoraltar aus dem 16. Jahrhundert, der ursprünglich zum Chorgestühl gehörte. Das Altarbild, der hl. Josef, stammt aus der Schule Guido Renis.
Im ersten Joch des Langhauses hängt die Empore mit der Orgel des berühmten Orgelbauers Gaetano Calido aus dem 18. Jahrhundert. Unter der Empore erinnert ein Gedenkstein an die Weihe der Kirche im Jahr 1430.
Rechts daneben befinden sich drei Bildtafeln von Bartolomeo Vivarini (+ 1499), die Überreste eines berühmten Polyptychons aus neun Tafeln, das sich in diesem Seitenschiff auf dem Altar des hl. Augustinus in der Nähe des Portals befand. In der Mitte der hl. Augustinus, rechts der hl. Laurentius und links der hl. Dominikus.

 

Rechts beim Ausgang der Sakristei

Rechts beim Ausgang der Sakristei das Grabmal des Dogen Pasquale Malipiero (+ 1462), ein Werk der Renaissance von Pietro Lombardo. In der Lünette die Darstellung des toten Christus, von zwei Engeln gestützt. Die drei Statuen oberhalb und an den Seiten des Bogens stellen die Fülle, die Gerechtigkeit und den Frieden dar. In den Rundbilden verschiedene Wappen und der Markuslöwe. Die Perfektion und Eleganz des Werkes wird vor allem in den einzelnen Elementen, wie den Greifen, der geflügelten Muschel und Dekoration der Konsole deutlich.

Das Grabmal des Senators Giambattista Bronzi (+ 1518), 1525 errichtet, wird dem paduanischen Künstler Gian Maria Mosca zugeschrieben. Auf dem Prospekt befinden sich vier Tugenden: Mäßigkeit, Hoffnung, Gerechtigkeit, Liebe und darüber der Glaube. Zwei Tugenden gingen verloren, als das Grabmal an diese Stelle versetzt wurde, um Platz für das Valier-Denkmal zu schaffen.
An den Seiten des Doppelbogens zwei schöne Statuen: der hl. Thomas von Aquin und der hl. Dominikus, beide werden Antonio Lombardo zugeschrieben.

Grabmal des Dogen Michele Steno (+ 1413): Das Grabmal wurde umgearbeitet, als es 1811 aus der abgerissenen Kirche S. Marina hierher gebracht wurde.
Grab Alvise Travisan (+ 1528), Dichter und Wohltäter. Er hinterließ dem Konvent seine reiche Bibliothek. Ein Werk Gian Maria Moscas.

Reiterstandbild Pompeo Giustinanis. Das Standbild aus vergoldetem Holz wurde dem “Braccio di ferro” (eisernem Arm) errichtet, der 1616 bei der Belagerung Gorizias ums Leben kam. Das Werk Francesco Terillios da Feltre (17. Jahrhundert) wurde auf Kosten des Rates errichtet.
Von besonderem historischem Wert sind drei Gedenksteine: der erste erinnert an den Aufenthalt Kardinal Chiaramontis im anliegenden Konvent, bevor er 1800 unter dem Namen Pius VII. auf der Insel von S. Giorgio zum Papst gewählt wurde. Der zweite Gedenkstein, der aus dem Kreuzgang hierher gebracht wurde, schmückte das Grab des Dogen Giovanni Dandolo (+ 1289). Der dritte erinnert an den Aufenthalt Pius VI. nach seiner Rückkehr aus Wien 1782.

Grabmal des Dogen Tommaso Mocenigo (+ 1423). Das Werk, das die geglückte Verbreitung des Stils Donatellos bezeugt (man beachte die Ähnlichkeit des Kämpfers an der linken Ecke des Sarkophags zu Donatellos hl. Georg), ist 1423 datiert und signiert vom Florentiner Pietro di Maestro Nicolò Lamberti und Giovanni di Martino da Fiesole. Ein elegantes Übergangswerk, das gotische und rinascimentale Elemente mit venezianischen Elementen und toskanischer Kunst verbindet. Typisch ist der nach oben gestreckte Baldachin, der von zwei aufgerichteten Löwen gekrönt wird. Auf dem von ihnen getragenen Sockel steht die Gerechtigkeit. Das architektonische Gesamt mit den sechs Heiligenfiguren erinnert an ein Altarretabel. Auf dem Schauseite des Sarkophags die theologischen Tugenden und die Kardinaltugenden. Der Doge wurde unter dem Stein zu Füße des Grabmals beigesetzt, gemeinsam mit seinem Vater Pietro, dem Prokurator von S. Marco.

Grabmal des Dogen Nicolò Marcello (+1474): ein vortreffliches Werk Pietro Lombardos. In der Lünette: die thronende Muttergottes mit dem hl. Theodor und dem hl. Markus, der den Dogen präsentiert. Die vier Statuen stellen die Kardinaltugenden dar. Oben der segnende Gottvater. Das Wappenschild und der Gedenkstein, die 1753 hier aufgestellt wurden, erinnern an den Dogen Marino Zorzi (+ 1312), genannt „der Heilige“, der im anliegenden Kreuzgang begraben wurde und den Dominikanern den heute zerstörten Konvent und die Kirche S. Dominco a Castello gestiftet hatte.

Altar

Der Renaissance-Altar wird vom Gemälde des Martyriums des hl. Petrus Martyr (Nicolò Cassala, 18. Jahrhundert) dominiert, die Kopie eines Meisterwerks Tizians von 1530, das nach dem Brand der Rosenkranzkapelle 1867 zerstört wurde. Das Reiterstandbild im Barockstil ist dem Andenken des Peruginers Orazio Baglioni (+ 1617) gewidmet, einem General der venezianischen Infanterie.

Dogenthron aus dem 18. Jahrhundert.

Denkmal Domenico Moros und der Brüder Attilio und Emilio Bandiera, allesamt Helden des italienischen Risorgimento, die am 25. Juli 1844 in der Talmulde von Rovito bei Cosenza erschossen wurden. Die Leichname wurden 1867 nach hier überführt. Das Denkmal besteht aus einer einfachen Pyramide mit einem Engel, der einen goldenen Lorbeerkranz in Händen hält. Es ist ein Werk Augusto Benvenutis und wurde am 25. Juni 1890 eingeweiht.

Der Altar der Verde Scaligera, Tochter Mastinos della Scala und Marchesa von Ferrara, stammt aus der Kirche der Serviten. Das Werk des Bergamaskers Guglielmo dei Grigi (+ 1530) nimmt den Platz des demontierten Polyptychons von Bartolomeo Vivarini ein. Der hl. Hieronymus ersetzt die hl. Maria Magdalena (nun in der zweiten rechten Apsiskapelle) und ist ein Meisterwerk Alessandro Vittorias von 1576. Auf dem Alter die Aufnahme Mariens in den Himmel, ein ebenfalls von Vittoria geschaffenes Flachrelief.

Denkmal des Marchese Gabriele di Chasteller (+1825), ein Werk Luigi Zandomeneghis (+ 1850) und Antonio Giaccarellis (+ 1838). Über dem Denkmal befindet sich das Grab Admirals Girolama Canals, das Alessandro Leopardi (Ende des 15. Jahrhundert) zugeschrieben wird.

Linkes Seitenschiff ultima modifica: 2016-05-08T11:57:10+00:00 da toni fontana