Das Äußere der Basilika

Die Kirche wurde, vielleicht auf Wunsch des Stifters, des Dogen Jacopo Tiepolo, den heiligen Brüdern Johannes und Paulus (Zanipolo für die Venezianer), römischen Märtyrern des 4 Jahrhunderts, geweiht. Der Bau des 13. Jahrhunderts wurde schnell vollendet. Aber die Bedeutung der Kirche, die sogleich als Grablege vieler Dogen gewählt wurde und das beständige Wachstum dominikanischer Aktivitäten, machten eine Erweiterung nötig. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde mit der Errichtung der großartigen Gewölbe begonnen; eine Arbeit, die von den Dominikanern Fra Benvenuto aus Bologna und Fra Nicolò aus Imola ausgeführt wurde.

Von 1333 bis 1344 bewilligt die Republik jährliche Erweiterungen, 1343 werden Steine übereignet, die am Dogenpalast bearbeitet wurden. 1345 wurden die Arbeiten unterbrochen und 1355 wieder aufgenommen. Eine Inschrift in der Nähe der Orgel bezeugt die Fertigstellung der drei Schiffe des Langhauses im Jahr 1368. 1390 überschrieben die Prokuratoren von S. Marco 10.000 Dukaten aus Hinterlassenschaft Nicolò Lions für die Bauarbeiten an der Kirche S. Zanipolo und der Kapelle des hl. Dominikus. Besagte Kapelle wurde 1395 errichtet, wahrscheinlich anstelle des Oratoriums S. Daniele, wo sich heute die Rosenkranzkapelle befindet.

Anfang des 15. Jahrhunderts wurden einige venezianische Patrizier zu Prokuratoren von S. Zanipolo ernannt, um die Fertigstellung und weitere Ausschmückung des Baus zu garantieren. Schließlich wurde die Kirche, fast zwei Jahrhunderte nach ihrer Gründung, am 14. November 1430, durch den Dominikaner Antonio Correr, Bischof von Ceneda, einen venezianischen Edelmann und Neffen Papst Gregors XII., geweiht.

In der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde der Chor errichtet, der 1692 wieder entfernt wurde, um mehr Platz für die städtischen Feierlichkeiten zu erhalten. 1458 wurde die Bruderschaft zur Verehrung der Dominikanerheiligen Petrus Martyr, Vinzenz Ferrer und Katharina von Siena gegründet. 1573 erfolgte die Gründung der Rosenkranzbruderschaft, die ab 1582 ihren Sitz in der Kapelle des hl. Dominikus hatte.

1806
Nach ungefähr sechs Jahrhunderten wurden die Dominikaner enteignet und mussten diesen ruhmreichen Ort verlassen. Der Konvent wurde zuerst zum Militär- und später zum Zivilkrankenhaus umgewandelt. 1810 wurde die Pfarrei Ss. Giovanni e Paolo gegründet und den verbleibenden Dominikanern anvertraut. Leider wurden in der kurzen Zeit ihrer Abwesenheit viele Kunstwerke aus der Kirche entwendet.
In der Nacht vom 15. auf den 16. August 1867 zerstörte ein Feuer in der Rosenkranzkapelle ungefähr 34 Gemälde, allesamt Meisterwerke. Anfang des 20. Jahrhunderts begann man mit der grundlegenden Restaurierung der Kirche. Die Bomben des ersten Weltkrieges trafen die Basilika, ohne wesentliche Zerstörungen anzurichten und die Renovierungsarbeiten konnten 1922 abgeschlossen werden. Etwas länger zog sich hingegen die Restaurierung der Rosenkranzkapelle hin, die im Oktober 1959 abgeschlossen wurde.

Das Äußere der Basilika ultima modifica: 2016-05-08T11:59:10+00:00 da toni fontana